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Überbrückungs­hilfen Kalkulator

Sabine Jung-Elsen
Sabine Jung-Elsen
Lesezeit: 4 min.

Können Sie in der Coronakrise die sogenannten Überbrückungshilfen nutzen? Mit Hilfe unseres Rechners können Sie prüfen, ob Sie antragsberechtigt sind und – falls ja – mit wieviel Entlastung Sie bei Ihren betrieblichen Fixkosten rechnen können.

Überbrückungshilfen Kalkulator: Wie viel Geld können Sie erhalten?

Unser Überbrückungshilfen Kalkulator prüft in einem ersten Schritt, ob Sie anspruchsberechtigt sind.

Dazu tragen Sie Ihre Mitarbeiterzahl und Ihre Umsatzerlöse im April und Mai 2020 bzw. 2019 und die Umsatzprognose bis August 2020 ein. Keine Sorge: Ihre Eingaben werden nicht gespeichert, und die Verarbeitung erfolgt ausschließlich auf Ihrem Rechner.

Ueberbrueckungshilfe Rechner

Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil an Ihren betrieblichen Fixkosten. Als Zwischenergebnis erfahren Sie, zu wieviel Prozent Ihre Betriebskosten maximal erstattet würden.

Den konkreten Erstattungsbetrag können Sie in einem zweiten Schritt ermitteln. Tragen Sie dazu Ihre Betriebskosten für die kommenden drei Monate ein. Anhand der Daten wird ihr maximal möglicher Erstattungsbetrag errechnet.

Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen

Die Überbrückungshilfe ist eine Maßnahme aus dem jüngst vorgestellten Konjunkturpaket, mit der kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützt werden, die durch die Coronakrise in wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Die Überbrückungshilfe soll die Liquidität sichern und damit zur Existenzsicherung beitragen.

Überbrückungshilfe

Konkret geht es bei der Überbrückungshilfe um die Erstattung eines Teils der betrieblichen Fixkosten – oder anders gesagt: Der Staat greift Ihnen bei den laufenden Kosten unter die Arme: Die Erstattung richtet sich nach der Höhe des Umsatzeinbruches. Für die Überbrückungshilfe stehen insgesamt 25 Milliarden Euro bereit.

Muss die Überbrückungshilfe zurückgezahlt werden?

Nein, die Überbrückungshilfe wird als Zuschuss gewährt, muss also nicht zurückgezahlt werden. Allerdings müssen die erhaltenen Beträge regulär versteuert werden, wenn für das Gesamtjahr doch ein Gewinn erzielt wird.

Wer kann die Überbrückungshilfe in Anspruch nehmen?

Die Überbrückungshilfe richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen. Nach der Definition der EU-Kommission wären demnach Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern und maximal 50 Millionen Euro Umsatz beziehungsweise einer Bilanzsumme von 43 Millionen Euro antragsberechtigt. Darüber hinaus können auch Soloselbständige und Angehörige der freien Berufe sowie Organisationen, die wirtschaftlich am Markt tätig sind, den Antrag stellen. Laut Koalitionsausschuss soll die Überbrückungshilfe vor allem den durch die Krise stark gebeutelten Hotels und Gaststätten, Clubs, Event-Veranstaltern und dem Messebau zugutekommen.

Was sind die Bedingungen für die Antragstellung?

Die Antragsteller müssen stark von der Coronakrise betroffen sind. Dies ist dann der Fall,

  • wenn das Unternehmen im April und Mai zusammengenommen einen Umsatzeinbruch um mindestens 40 Prozent gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten erlitten hat und
  • wenn das betroffene Unternehmen in der Zeit von Juni bis August ein Umsatzminus von mindestens 40 Prozent gegenüber 2019 erwartet.


Was ist förderfähig?

Förderfähig sind von Juli bis August anfallende Fixkosten wie zum Beispiel Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, Ausgaben für Instandhaltung und Wartung von Anlagevermögen (auch EDV), Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Reinigung und anderes mehr – siehe dazu auch das Eckpunktepapier des Bundesfinanzministeriums.

Wie hoch ist die Förderung maximal?

Dies hängt von der Zahl der Beschäftigten ab. Bei Unternehmen mit maximal fünf Mitarbeitern werden maximal 9.000 Euro für drei Monate erstattet, bei zehn Beschäftigten 15.000 Euro. Die maximale Erstattung beträgt 150.000 Euro für drei Monate.

Was muss man sonst noch beachtet werden?

Die Umsatzrückgänge und betriebliche Fixkosten müssen zwingend durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer geprüft und bestätigt werden.

Wie können Sie einen Antrag stellen?

 Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bietet Ihnen seit dem 08.07.2020 eine zentrale Anlaufstelle, über die Sie Ihre Überbrückungshilfe beantragen können. Mittels einer Checkliste können Sie hier zunächst nochmal prüfen, ob Sie antragsberechtigt sind. Anschließend können Sie sich auf der Webseite registrieren und durchlaufen ein zweistufiges Antragsverfahren. Sie erreichen die Webseite des BMWi unter: ueberbrueckungshilfe-unternehmen.

Bitte beachten Sie:

Der Rechner ist eine Entscheidungshilfe. Er ersetzt keinen Steuerberater.

Wir haben es mit einer dynamischen Entwicklung zu tun. Dieser Magazinbeitrag bildet den Informationsstand von 08. Juli 2020 ab. Einige Informationen stehen noch unter Vorbehalt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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