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Digitalisierung verlangt Teamarbeit

Dr. Lukas Mohr
Dr. Lukas Mohr
Lesezeit: 5 min.

Was sind 2020 noch gefragte Fähigkeiten? All jene, die uns besser im Team zusammenarbeiten lassen. Denn, besonders Teamarbeit und das Zusammenarbeiten unterschiedlicher Kompetenzträger innerhalb eines Teams, ist von zunehmender Wichtigkeit. Wie wichtig, zeigen auch Beispiele aus der Technologielandschaft, da künstliche Intelligenz oder das autonome Fahren, immer erst durch eine Vielfalt an Daten und Sichtweisen an Relevanz gewinnen.

Die 4K´s: Das sollten wir zukünftig können

Weniger ein analytisches Verständnis (das natürlich nach wie vor wichtig ist!), sondern „weiche“ Faktoren, wie Empathie und Kreativität, sind gefragte Schlüsselkompetenzen, über die wir zukünftig verstärkt verfügen sollten:

  • Kritisches Denken: Eine kritische Hinterfragung von Informationen und Ideen gewinnt besonders im Internet - durch, dass der Zugang zu Informationen nahezu grenzenlos geworden ist - an Bedeutung. Die Bekämpfung von Fake News, Filterblasen und irreführenden Informationen, kann nur bei uns selbst beginnen.
  • Kommunikation: Die Fähigkeit zu kommunizieren, seine Meinung und Gedanken zu artikulieren und mit verschiedenen Interessensgruppen in den konstruktiven Dialog zu gehen, ist ebenfalls zunehmend wichtig.
  • Kreativität: Gerade der verstärkte Einsatz künstlicher Intelligenz zeigt uns, dass Maschinen auch kognitive Aufgaben übernehmen können. Während die ersten drei industriellen Revolutionen primär Muskelkraft ersetzten, wird in der Industrie 4.0 verstärkt auch Geisteskraft von Maschinen übernommen. Alles, in dem künstliche Intelligenz Muster erkennen kann (Bildkennung, Empfehlungssysteme, oder aber bspw. auch komplexe Spiele wie das chinesische Go-Spiel), beherrscht künstliche Intelligenz bereits jetzt besser als der Mensch. Was KI aber weniger gut kann ist außerhalb von Mustern zu „denken“. Kreativität und um die Ecke denken, also das Durchbrechen von Mustern, ist daher ebenfalls eine zunehmend gefragte Anforderung an uns alle.
  • Kollaboration: Weniger das starre Arbeiten in Abteilungen und in Funktionsbereichen, sondern interdisziplinäre Projektarbeit und die Zusammenarbeit in heterogenen Teams dominiert den Arbeitsmarkt der Zukunft.

Auch Künstliche Intelligenz braucht ein „Team an Daten“

Um die Relevanz von Teamarbeit zu unterstreichen, soll der Vergleich zur Arbeitsweise künstlicher Intelligenz herangezogen werden: So lernt KI immer aus Daten, Mustern zu erkennen, die dann im Induktionsschluss auf neue Sachverhalte übertragen werden. Der beste Algorithmus aber kann keine brauchbaren Schlüsse ziehen, wenn der Datensatz, mit dem er trainiert wurde, die Umwelt nur ungenau abbildet. Es braucht daher eine möglichst große Datenvielfalt, mit dem ein Algorithmus trainiert wird. Hierfür ist es notwendig, dass nicht nur Datenwissenschaftlicher an künstlicher Intelligenz arbeiten. Vielmehr braucht es auch „Fachfremde“, die ihre Sichtweisen einbringen und aus ihrer Perspektive hinterfragen, ob ein Datensatz ausreichend groß und vielfältig ist. Erst durch Interdisziplinarität, dass Beleuchten verschiedener Sichtweisen und die kritische Hinterfragung von Daten, kann künstliche Intelligenz letztlich brauchbare Schlüsse ziehen.

Autonomes Fahren: Autonom aber ganz sicher kein Einzelgänger

Die Bedeutung von Teamarbeit festigt sich auch, wenn wir uns das autonome Fahrzeug anschauen. Dieses mag zukünftig vielleicht autonom fahren, ist aber sicherlich kein Einzelgänger. Denn, damit Fahrzeuge flächendeckend autonom fahren können, braucht es eine ganze Flotte von Automobilen, die sich selbstständig über das Internet austauschen können (eine technologische Notwendigkeit ist daher auch die flächendeckende Einführung des Mobilfunkstandards 5G). Erst, durch die direkte Vernetzung von Automobilen, die an unterschiedlichsten Punkten aktiv sind und damit ihre individuelle „Sichtweise“ von Verkehr oder Streckenbeschaffenheit einbringen, wird autonomes Fahren ermöglicht. Auch hier ist demnach das Einbringen unterschiedlicher Perspektiven und das Zusammenarbeiten im „Team“ für den Erfolg verantwortlich.

Das Team macht´s

Wie auch künstliche Intelligenz, die mit einer geringen Datenvielfalt kaum nutzbare Schlüsse über komplexe Sachverhalte ziehen kann, können auch wir bei ausbleibenden Sichtweisen, Meinungen und Kompetenzen von Dritten, meist nur ungenau und einseitig arbeiten. Gerade durch die Digitalisierung wird nun aber das „im eigenen Saft schmoren“, nochmal umso dramatischer. Buchstäblich über Nacht können Unternehmen mit neuen Lösungen, agileren Geschäftsmodellen oder veränderten Umweltfaktoren dazu führen, dass das eigene Unternehmen aus der Bahn geworfen wird. Kompetenzen zu bündeln, neue Ideen und Meinungen einzuholen und damit im Team Lösungen zu erarbeiten, wird daher immer unerlässlicher.

Agile Arbeitsweisen, wie Design Thinking oder das in der Softwareentwicklung beliebte Scrum zeichnen sich gerade dadurch aus. Ein komplexes Problem wird in kleinere Aufgaben zerlegt, die dann im Team, bestehend aus einem breitgefächerten Fähigkeitspool, gelöst werden. Durch den Mut neues auszuprobieren und den eigenen Elfenbeinturm zu verlassen, wird dadurch auch Monotonie am Arbeitsplatz entgegengewirkt und Mitarbeiter stärker gefördert. Damit steigert nicht nur das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter zum Unternehmen, auch die Unternehmenskultur wird gefestigt und eine wettbewerbsfähigere Marktstellung ermöglicht.  

Digitale Plattformen fördern Teamarbeit

Unternehmen müssen daher verstärkt in technische Infrastruktur investieren, damit Teamarbeit auch im digitalen Raum gefördert werden kann. Insbesondere die Schaffung einer eigenen Plattform kann hier vielversprechende Ansätze bieten, wie auch Scopevisio mit der Scopeunity zeigt. Konzipiert als Vernetzungs- und Austauschplattform können sich Mitarbeiter, Anwender von Scopevisio und Interessenten mit ihren eigenen Kompetenzen und Meinungen einbringen und untereinander in den Austausch gehen. Gemeinsam lässt sich dann an Fragestellungen zur Digitalisierung, sowie zur Zukunft arbeiten und die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Das Zitat von Michael Jordan sollte daher jeder von uns verinnerlichen: "Talent wins games, but teamwork wins championships."

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