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Gesetzliche Renten­versicherung: Ein zweiter Blick lohnt sich

Detlef Lülsdorf
Detlef Lülsdorf
Lesezeit: 2 min.

Die meisten Experten postulieren, dass die gesetzliche Rentenversicherung ein Groschengrab wäre. Sie reden sie schlecht, ohne deren Rendite zu kennen. Sich allein auf die gesetzliche Rentenversicherung zu verlassen ist sicherlich falsch. Hingegen die gesetzliche Rentenversicherung maximal auszuschöpfen ist richtig. Warum das richtig ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die gesetzliche Rentenversicherung ist besser als ihr Ruf

Rentenexperten aus dem Kreis der Finanzdienstleister verbreiten die Auffassung, dass die gesetzliche Rentenversicherung sich nicht lohnt. Ja, es ist wahr: die demografische Entwicklung bereitet diesem umlagefinanzierten System große Probleme. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung belegen jedoch, dass deren Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gut abschneidet. Trotz des Demografieproblems erweist sich die gesetzliche Rente nicht nur als sicher, sondern auch vergleichsweise renditestark. Die Deutsche Rentenversicherung Bund schreibt in ihrer Broschüre „Renditen der gesetzlichen Rentenversicherung“ auf Seite 6, dass die Renditen für die Rentenzugänge des Jahres 2040 zwischen 2,9% und 3,3% liegen.

Abbildung Rentable Rentenbeiträge

Diese Rentabilität schaffen neue Lebensversicherungs- oder Betriebsrentenverträge heutzutage nicht.

 

Positive Rendite und hoher Steuerspareffekt

Nicht nur die Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung überzeugt. Wer als Angestellter Extrabeiträge investiert profitiert zudem von einem hohen Steuerspareffekt. Sofern man im Jahr 2020 bis zu 25.046 EUR extra auf sein gesetzliches Rentenkonto einzahlt, können davon 90% als Altersvorsorgeaufwendungen abgesetzt werden. Im Jahr 2021 sind es sogar 92%.

Angestellt können Ausbildungszeiten und Rentenabschläge zurückkaufen

Was Viele nicht wissen: bis zu seinem 45. Lebensjahr können Angestellte nicht anerkannte Ausbildungszeiten mit Extrabeiträgen ausgleichen. Ab dem 50. Lebensjahr ist es zudem möglich drohende Rentenabschläge durch vorzeitigen Ruhestand durch Extrabeiträge abzukaufen.

Die säulenübergreifende Altersvorsogeinformation

Die Deutsche Rentenversicherung plant eine säulenübergreifende Renteninformation ins Leben zu rufen. Hiernach soll es in Zukunft möglich sein – völlig digital – eine aktuelle Rentenübersicht über alle Vorsorgebereiche zu erhalten; also aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der betrieblichen und privaten Altersversorgung.

Lassen Sie sich einfach Ihre persönliche Rendite bei einem gerichtlich zugelassenen Rentenberater www.rentenberater.de oder unabhängigen Versicherungsberater ohne Provisionsinteresse https://www.bvvb.de/ errechnen.  Das lohnt sich.

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